Kapodaster an der Gitarre – einfach erklärt

Ein Kapodaster (kurz Kapo) ist eine Klemme, die du quer über alle Saiten an einen Bund setzt. Er macht im Grunde einen neuen Sattel: Alle Saiten klingen höher, und du greifst trotzdem deine gewohnten offenen Akkorde.

Wofür ist das gut?

  • Passend zur Stimme: Ist ein Lied zu tief zum Singen, setzt du den Kapo ein paar Bünde höher – die Griffe bleiben gleich.
  • Schwierige Tonarten umgehen: Statt Barré-Akkorde zu greifen, spielst du bequeme Formen wie G, C, D und Em.
  • Mit anderen zusammenspielen: Spielt jemand ein Lied in einer anderen Tonart, kannst du mit dem Kapo schnell mitziehen.
  • Heller Klang: Mit Kapo klingt die Gitarre glänzender, fast ein bisschen wie eine kleine Gitarre.

Was klingt, wenn der Kapo sitzt?

Die Regel ist einfach: Jeder Bund macht den Klang einen Halbton höher. Die Griffform behältst du, der Name des klingenden Akkords rückt weiter. Mit Kapo im 2. Bund klingt eine G-Form als A, eine C-Form als D.

  • Kapo 1: G-Form klingt als Ab, C-Form als C#, Em-Form als Fm
  • Kapo 2: G-Form klingt als A, C-Form als D, Em-Form als F#m
  • Kapo 3: G-Form klingt als Bb, C-Form als Eb, Em-Form als Gm
  • Kapo 4: G-Form klingt als B (deutsch H), C-Form als E, Em-Form als G#m
  • Kapo 5: G-Form klingt als C, C-Form als F, Em-Form als Am
G213

So setzt du den Kapo richtig

  1. Setz ihn dicht vor das Bundstäbchen, nicht in die Mitte des Bundes.
  2. Er soll gerade sitzen und alle sechs Saiten gleichmäßig drücken.
  3. Nach dem Aufsetzen kurz nachstimmen – ein Kapo zieht die Saiten manchmal etwas höher.

Ein schönes Experiment: Spiel Amazing Grace einmal ohne und einmal mit Kapo im 2. oder 3. Bund und hör, wo es für deine Stimme besser passt.

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