Beim Zupfen (Fingerpicking) schlägst du die Saiten nicht alle zusammen an, sondern spielst die Töne eines Akkords nacheinander. Das klingt ruhig und fließend – perfekt für Schlaflieder und langsame Balladen.
p, i, m, a – die Finger der Zupfhand
Die Finger der Zupfhand haben Buchstaben, die aus dem Spanischen kommen:
- p = Daumen: spielt die Basssaiten (tiefes E, A, D)
- i = Zeigefinger: G-Saite
- m = Mittelfinger: H-Saite
- a = Ringfinger: hohe e-Saite
So hat jeder Finger „seine“ Saite. Das gibt Sicherheit, weil die Hand an Ort und Stelle bleiben kann.
Dein erstes Zupfmuster
Greif ein Am. Der Daumen spielt den Grundton auf der A-Saite. Dann folgen nacheinander i, m, a, m, i. Das sind sechs gleichmäßige Töne – sie passen genau in einen 3/4- oder 6/8-Takt.
Am- p – A-Saite
- i – G-Saite
- m – H-Saite
- a – hohe e-Saite
- m – H-Saite
- i – G-Saite
Klappt das, wechsle zu C (Daumen ebenfalls auf der A-Saite), zu G (Daumen auf der tiefen E-Saite) und zu Em (ebenfalls tiefe E-Saite). Der Daumen sucht sich immer den tiefsten Ton des Akkords, die anderen Finger bleiben auf ihren Saiten.
CLieder zum Zupfen
Ruhige Lieder im Dreiertakt eignen sich besonders, zum Beispiel Amazing Grace oder Clementine. Wie Taktarten funktionieren, steht unter Takt und Taktarten. Und wenn du lieber nach Zahlen liest, schau dir Tabulatur lesen an.
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