Eine Gitarre, die zu groß ist, macht das Lernen unnötig schwer: Der Arm reicht kaum um den Korpus, die Finger kommen nicht bis zum dritten Bund, und schon nach ein paar Minuten tut die Schulter weh. Deshalb gibt es Gitarren in mehreren Größen. Sie unterscheiden sich vor allem in der Mensur – das ist die Länge der schwingenden Saite vom Sattel bis zum Steg.
Größen im Überblick
Die Angaben sind nur grobe Richtwerte. Entscheidend ist die Körpergröße, besonders die Armlänge, nicht das Alter allein.
- 1/4-Gitarre (Mensur etwa 48 cm): etwa 4 bis 6 Jahre, bis rund 115 cm Körpergröße
- 1/2-Gitarre (etwa 53 cm): etwa 6 bis 8 Jahre, rund 115 bis 130 cm
- 3/4-Gitarre (etwa 58 cm): etwa 8 bis 11 Jahre, rund 130 bis 145 cm
- 7/8-Gitarre (etwa 62 cm): etwa 11 bis 13 Jahre und für Erwachsene mit kleinen Händen
- 4/4-Gitarre (etwa 65 cm): ab etwa 150 bis 155 cm Körpergröße
Nylon oder Stahl?
Für Kinder ist meist eine Konzertgitarre (auch klassische Gitarre) mit Nylonsaiten die beste Wahl. Nylonsaiten sind weicher und drücken weniger in die Fingerkuppen. Der Hals ist etwas breiter, sodass die Finger mehr Platz zwischen den Saiten haben. In Musikschulen und Schulklassen wird fast immer mit Konzertgitarren begonnen.
Eine Westerngitarre mit Stahlsaiten klingt heller und lauter, braucht aber mehr Kraft in den Fingern. Sie passt eher, wenn das Kind schon etwas Erfahrung hat oder unbedingt diesen Klang möchte. Wichtig: Auf eine Konzertgitarre dürfen nie Stahlsaiten – der Hals ist dafür nicht gebaut.
Worauf ihr achten könnt
- Die Saiten liegen nah am Griffbrett – zu hohe Saiten machen jeden Griff mühsam.
- Die Gitarre hält die Stimmung über mehrere Tage.
- Die Bundstäbchen stehen an den Kanten nicht über.
- Eine weiche Tasche schützt beim Transport zur Schule.
Wenn die Gitarre da ist, geht es mit dem Halten und dem Stimmen los.