Bei einem Barré legt sich der Zeigefinger quer über mehrere Saiten – wie ein Kapodaster aus Fleisch und Blut. Damit kannst du Griffe verschieben und jeden Akkord in jeder Tonart spielen. Der berühmteste ist der F-Akkord: Er kommt in vielen Liedern in C-Dur vor und ist für fast alle am Anfang eine Herausforderung. Das ist ganz normal und braucht einfach Zeit.
Erst einmal: F vereinfachen
Du musst nicht warten, bis der volle Barré klappt. Diese Varianten klingen gut und passen in fast jedes Lied:
- Fmaj7: Ringfinger auf der D-Saite im 3. Bund, Mittelfinger auf der G-Saite im 2. Bund, Zeigefinger auf der H-Saite im 1. Bund, hohe e-Saite leer. Nur die vier dünnsten Saiten anschlagen. Klingt weich und ist der leichteste Einstieg.
- Kleines F: wie Fmaj7, aber der Zeigefinger liegt flach über H- und hoher e-Saite im 1. Bund – ein Mini-Barré über zwei Saiten. Wieder nur vier Saiten anschlagen.
Das Griffbild oben zeigt das volle F mit Barré. Wenn das kleine F sicher sitzt, ist der Weg dorthin nicht mehr weit.
Den Barré Schritt für Schritt üben
- Leg den Zeigefinger im 1. Bund quer über alle Saiten, ohne andere Finger. Schlag jede Saite einzeln an und hör, welche noch dumpf klingt.
- Dreh den Zeigefinger leicht auf die Kante zur Kopfplatte hin. Die harte Knochenseite drückt besser als die weiche Unterseite.
- Leg den Finger dicht hinter das Bundstäbchen, nicht in die Mitte zwischen zwei Bünde.
- Zieh mit dem Arm leicht nach hinten, statt nur mit dem Daumen zu quetschen. So brauchst du weniger Kraft.
- Erst dann kommen Mittel-, Ring- und kleiner Finger dazu.
Wenn es schnarrt
Schnarrt eine Saite oder klingt dumpf, liegt sie oft genau in der Falte eines Fingergelenks. Verschieb den Zeigefinger ein kleines Stück nach oben oder unten. Mehr Ideen gibt es unter Saite schnarrt oder klingt dumpf. Der Akkord-Detektiv zeigt dir, welche Töne gerade erklingen.